Operative Therapieverfahren

 

Im Falle einer Diagnose eines bösartigen Tumors ist eine Operation meistenfalls unvermeidbar. Ziel der Operation ist es, die Tumorzellen direkt in der Brust zu entfernen ohne die Brust nachhaltig zu schädigen. Am BrustZentrum Kreis Recklinghausen operieren wir heute in den meisten Fällen brusterhaltend, wobei wir die Art der Operation stets an Ihre individuelle Situation anpassen. Selbstverständlich werden wir Ihnen die Ergebnisse der Diagnostik genau erläutern und mit Ihnen gemeinsam die nächsten Schritte besprechen, denn wir wissen, was für ein einschneidendes Erlebnis eine Brust-OP für eine Frau bedeutet. Im BrustZentrum Kreis Recklinghausen können Sie sicher sein, von einem sehr erfahrenen Team operiert zu werden, das für Ihre persönlichen Fragen, Ängste und Sorgen immer und zu jeder Zeit ein offenes Ohr hat. 

 

Brusterhaltende Operation:
Die brusterhaltende Operation ist am Brustzentrum Kreis Recklinghausen die übliche Vorgehensweise bei der Entfernung eines Tumors. Dabei entfernen wir neben dem Tumorgewebe auch einen Teil des gesunden Gewebes im Abstand von ein bis zwei Zentimetern. Nur sehr selten, wenn etwa der Krebs bereits sehr groß oder die Brust sehr klein ist, können wir dieser Operationsform nicht anwenden. Da die meisten Tumore heute jedoch bereits in einem frühen Stadium entdeckt werden, kann bei den allermeisten Patientinnen brusterhaltend operiert werden.

Je nach Lage des Tumors kann es nötig sein, dass wir bei der brusterhaltenden Operation die Brustwarze entfernen müssen. Am Brustzentrum Kreis Recklinghausen verfügen wir jedoch über die Fachkenntnis und Mittel, um die Brustwarze plastisch-operativ zu rekonstruieren. Falls wir eine solche Maßnahme durchführen müssen, werden wir Sie ausführlich über die Gründe sowie die Möglichkeiten der Wiederherstellung aufklären. Sie können sich mit Ihren Ängsten und Fragen an uns wenden – es steht Ihnen aber auch frei, eine weitere ärztliche Meinung einzuholen. Wir empfehlen Ihnen, sich darüber hinaus mit Selbsthilfegruppen und Organisationen wie der Deutschen Krebshilfe in Verbindung zu setzen und sich Informationen geben zu lassen.

 

Nicht brusterhaltende Operation (Mastektomie):
Nur sehr selten kann es sein, dass wir die ganze Brust abnehmen müssen. Das ist etwa dann der Fall, wenn der Tumor bereits zu groß ist und beispielsweise schon Teile der Haut angegriffen hat. Eine Mastektomie ist auch dann angeraten, wenn es mehrere, voneinander getrennte Stellen erkrankten Gewebes in der Brust gibt. Früher wurden bei einer solchen Operation immer auch die Brustmuskeln entfernt – das ist heute nicht mehr üblich. Bei der modifizierten Mastektomie bleiben die Muskeln erhalten, wodurch die Brust nicht einfällt und der runde Brustansatz auch nach der Operation weiter besteht.

Wenn wir eine solche Operation durchführen müssen, werden wir gemeinsam mit Ihnen verschiedene Lösungsmöglichkeiten eingehend erörtern. Denn die Brust ist ein Teil der Identität jeder Frau und nur schwer zu ersetzen. Neben herkömmlichen Prothesen wie speziellen BHs und sogar Badeanzügen, die die Form einer gesunden Brust nachbilden, haben wir am Brustzentrum Kreis Recklinghausen die Möglichkeit, die Brust vollständig zu rekonstruieren. Falls möglich und von Ihnen gewünscht, kann der Wiederaufbau der Brust bereits im Rahmen derselben Operation erfolgen. Manchmal ist es jedoch besser, eine Rekonstruktion erst später vorzunehmen, auch das ist kein Problem. Wir wissen auch, wie schwer eine solche Entscheidung ist. Lassen Sie sich damit Zeit! Eine Brustrekonstruktion kann jederzeit durchgeführt werden.

Es gibt verschiedene Rekonstruktionsverfahren, die zu sehr schönen Ergebnissen führen. In der Regel werden dazu Plastiken verwendet, die mit Silikon oder Kochsalzlösung gefüllt sind. Seltener wird eine Schwenklappenplastik angewandt. Ziel ist es dabei meist, die Form der rekonstruierten Brust der gesunden Seite anzupassen. Wenn Sie sich bereits vor der Mastektomie für eine Rekonstruktion entschieden haben, wird Ihnen in dieser Operation zunächst ein Platzhalter eingesetzt, der nach einigen Monaten durch die eigentliche Plastik ersetzt wird. Wenn Sie Fragen zu diesem Thema haben, sind die speziell ausgebildeten Pflegeexpertinnen für Brusterkrankungen an den operativen Standorten des Brustzentrums Kreis Recklinghausen die richtigen Ansprechpartnerinnen.

 

Entfernung der Lymphknoten:
Bei der Brustoperation werden wir auch einige Lymphknoten aus der Achselhöhle (Axilläre Lymphknoten) entnehmen. An diesen führen wir anschließend eine Biopsie durch, um zu sehen, ob sich dort Tumorzellen finden. Ist das der Fall, besteht die Gefahr, dass der Tumor bereits in anderen Körperregionen Absiedelungen gebildet hat. Aus dem Ergebnis der Probe leitet sich zudem der weitere Verlauf der Behandlung ab.

Bei der konventionellen Methode werden mehrere, etwa zehn bis 15, Lymphknoten auf einmal entnommen und untersucht. Am BrustZentrum Kreis Recklinghausen führen wir jedoch meist die moderne Sentinel-Methode durch, bei der zunächst nur der so genannte Wächter-Lymphknoten (engl. sentinel node) entfernt wird. Dieser Lymphknoten liegt zwischen der Brust und den axillären Lymphknoten. Ist er frei von Tumorzellen, ist eine Ausbreitung der Erkrankung sehr unwahrscheinlich und auf eine Entnahme weiterer Lymphknoten kann verzichtet werden.

 

Welche Nebenwirkungen können auftreten?
Eine solche Operation ist immer ein belastender Eingriff. Sie werden daher zunächst sicherlich Schmerzen verspüren. Bisweilen kommt es zu Reaktionen auf die Narkose, die sich in vorübergehender Übelkeit und Erbrechen äußern. Auch Blutungen an der Wunde sind nicht ungewöhnlich. Zeigen sich solche Störungen der Wundheilung können diese jedoch in der Regel noch während Ihres stationären Aufenthalts im Krankenhaus behandelt werden. Bis die Operationswunde abgeheilt ist, kann es zwei bis drei Wochen dauern.

Bei der Entfernung von Lymphknoten lässt es sich nicht vermeiden, einige kleinere Nerven zu durchtrennen. Möglicherweise können Sie daher nach der Operation Ihren Arm nicht wie gewohnt bewegen oder Sie verspüren Taubheit oder Überempfindlichkeit an den betreffenden Hautstellen. Manchmal entsteht zudem ein Lymphödem am Arm, das durch eine Aufstauung der Flüssigkeit in den Lymphbahnen entsteht und den Arm anschwellen lässt. Bitte teilen Sie uns solche Dinge mit, damit wir geeignete Gegenmaßnahmen ergreifen können.

In der ersten Zeit nach der Operation ( ca. 6 Wochen) sollten Sie Ihren Arm nicht zu sehr beanspruchen und Verletzungen möglichst vermeiden. Den Arm gar nicht zu bewegen, wäre jedoch ebenfalls nicht richtig. Wie Sie Ihren Körper nach der Operation optimal bei der Heilung unterstützen, können Sie an dieser Stelle lesen.

 

 

10. Senologietag

am 20.1.2018 im Ruhrfestspielhaus Recklinghausen

Infos auf unserer neuen Website www.brustzentrum-re.de (zurzeit im Aufbau)

Unsere Mamma Care Trainerinnen bieten wieder neue Kurse an! Infos dazu finden Sie unter Über uns - Aktuelles.