Kernspintomographie

 

Bei der Kernspintomographie, auch Magnet-Resonanz-Tomographie (MRT/MR/MRI) genannt, nutzt man im Gegensatz zur Röntgenuntersuchung Magnetfelder und Radiowellen, mit denen die inneren Organe und Gewebe oft besser dargestellt werden können. Das liegt an der unterschiedlichen Signalintensität, die von den verschiedenen Weichteilgeweben ausgeht.

Im Gegensatz zur Computertomographie können nicht nur horizontale Schnittbilder des menschlichen Körpers erzeugt, sondern auch, ohne die Lage des Patienten zu verändern, weitere Schnittebenen dargestellt werden. Außerdem kommt dieses Verfahren ohne potenziell schädliche ionisierende Strahlung aus. Eine weitere Verbesserung ergibt sich durch die Möglichkeit, zwei Aufnahmeserien anzufertigen: ohne und mit Eingabe von Kontrastmitteln. So können beispielsweise durch eine intensivere Weißfärbung Entzündungsherde oder auch vitales Tumorgewebe besser erkannt werden. Ein wesentlicher Vorteil der Kernspintomographie ist, dass sie jegliches Körpergewebe sehr genau und differenziert darstellt. Das gilt vor allem für nicht-knöcherne Strukturen, wie z.B. Weichteile, Organe, Gelenkknorpel, Meniskus und Gehirn.

 

Wie kann ich mir eine Kernspintomographie vorstellen?
Bei diesem Verfahren liegen Sie auf einer Liege. Um Störungen der Aufnahme zu vermeiden, müssen Sie dabei völlig ruhig liegen. Sie sollten sich außerdem bemühen, flach und gleichmäßig zu atmen. Während der MRT halten Sie eine Klingel in der Hand, mit der Sie sich jederzeit bemerkbar machen können und, falls notwendig, die Untersuchung abgebrochen werden kann. Außerdem kann der Arzt über eine Gegensprechanlage mit Ihnen in Kontakt bleiben.

Die Liege fährt in eine etwa 70 bis 100 Zentimeter lange Röhre zur entsprechenden Untersuchungsstelle. Die Untersuchungsdauer beträgt im Durchschnitt 20 bis 30 Minuten und hängt von der zu untersuchenden Region ab. Wenn Sie unter Klaustrophobie leiden, sollten Sie das vor Beginn der Untersuchung unbedingt mitteilen, damit Sie ein Beruhigungsmittel erhalten.

Während der Untersuchung werden innerhalb von Millisekunden starke Magnetfelder auf- und abgebaut. Die dabei entstehenden elektromagnetischen Kräfte zerren so stark an den Spulenverankerungen des Tomographen, dass Sie laut klopfende bzw. hämmernde Geräusche hören, die je nach gefahrener Sequenz unterschiedlich ausfallen. Deswegen erhalten Sie bei der Untersuchung meistens einen metallfreien Gehörschutz oder einen Kopfhörer mit Musik. Bei Untersuchungen im Kopfbereich ist das Tragen eines Gehörschutzes zwingend notwendig, um Gehörschäden, etwa durch ein Knalltrauma, zu verhindern. Der Gehörschutz dämmt die Geräusche so gut ein, dass sie von den meisten Patienten als nicht sehr störend empfunden werden. Einige Patienten schlafen trotz der Geräusche während länger andauernden Untersuchungen sogar ein!

Wenn wir Ihnen zur besseren Darstellung des Gewebes ein Kontrastmittel verabreichen müssen, bekommen Sie dieses kurz vor der Untersuchung in eine Vene gespritzt. Es ist im Allgemeinen gut verträglich.

Nachfolgende elektromagnetische Gegenstände müssen vor der Untersuchung unbedingt abgelegt werden:

Bitte informieren Sie uns vor der Untersuchung über eine Schwangerschaft und eventuelle Metall-Implantate (z.B. Herzschrittmacher, Herzklappen aus Metall, Spirale, Cochleaimplantat (Hörprothese bei Gehörlösen), eine implantierte Insulinpumpe, Akupunktur-Nadeln, Gefäßclips, Eisen- oder Granatsplitter ect.) sowie Tätowierungen oder Schminke.

Da die Kernspintomographie eine wichtige Methode der Diagnostik ist, werden wir entscheiden, ob diese Untersuchung evtl. unter intensiver Überwachung durchgeführt oder ggf. aufgrund der Beeinflussung des Magnetfeldes durch das Implantat nicht vorgenommen werden kann.

 

Gibt es Nebenwirkungen?
Bisher wurden für die Kernspintomographie keine schädlichen Nebenwirkungen nachgewiesen. Sehr selten trat eine Unverträglichkeit des Kontrastmittels auf, wobei die MR-Kontrastmittel in der Regel wesentlich besser vertragen werden, als die jodhaltigen Röntgen-Kontrastmittel.

Wenn Sie unter einer schweren Nierenfunktionsstörung (Niereninsuffizienz) leiden oder falls bei Ihnen eine Lebertransplantation vorgenommen wurde oder erfolgen soll, darf das MRT-Kontrastmittel nicht gegeben werden. Bitte teilen Sie uns das vor der Untersuchung mit.

Es gibt kaum eine Alternative zur Kernspintomographie, da sie andere Untersuchungsmethoden hervorragend ergänzt und zumeist aussagekräftiger ist . Aus diesem Grund ist die Kernspintomographie eine der letzten Stufen der nicht-operativen Krebsdiagnostik und wird erst dann angewendet, wenn andere Techniken wie Mammographie, Ultraschall, oder Computertomographie keine oder nur ungenaue Aussagen ermöglichen.

Lediglich im Bereich des Knochenbaus und der Lunge liefern das klassische Röntgen und die Computertomographie bessere Ergebnisse.

 
 

 

 

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