Großes Interesse an alternativen Heilverfahren bei Brustkrebs

Nachfolgend finden Sie Informationen über den 2. Senologietag, der am 05.09.09 im Recklinghausener Rathaus stattfand.

Unter diesem Link können Sie einen filmischen Nachbericht sehen.



„Brustkrebs ist heilbar“ - so lautete die Botschaft des zweiten Senologietags des Brustzentrums Kreis Recklinghausen. Zahlreiche Interessierte und Betroffene kamen ins Recklinghausener Rathaus, um sich zum diesjährigen Schwerpunktthema „Alternative und unterstützende Therapiekonzepte bei Brustkrebs“ zu informieren. Die Veranstaltung zeigte, dass sich die Lebensqualität von Brustkrebspatientinnen durch ergänzende Heilverfahren während der herkömmlichen Therapiewege entscheidend verbessern lässt.

Alternative Heilverfahren in die Brustkrebsbehandlung zu integrieren ist aus schulmedizinischer Sicht eher ungewöhnlich. Die Experten des Brustzentrums Kreis Recklinghausen sind sich allerdings einig: Was immer wissenschaftlich erprobt ist, die Gesundheit fördert und zu einer erfolgreichen Behandlung von Brustkrebs beitragen kann, sollte als Maßnahme in Betracht gezogen werden. „Wir beschränken uns keineswegs nur auf die schulmedizinischen Möglichkeiten, sondern verfolgen einen ganzheitlichen Ansatz. Hierdurch können wir aus einem breiten Pool an therapeutischen sowie therapiebegleitenden Verfahren schöpfen, was uns erlaubt den gewählten Therapiepfad so individuell wie nur irgend möglich zu gestalten“, erklärt Dr. Matthias Losch, Netzkoordinator des Brustzentrums Kreis Recklinghausen. „So können wir Frauen mit Brustkrebs auf ganzer Linie helfen.“

Dass eine erfolgreiche Brustkrebstherapie schon mit der richtigen Ernährung anfängt, machte die Ernährungswissenschaftlerin Nicole Duhnke in ihrem Vortrag deutlich und zeigte wie wichtig eine ausgewogene, „farbenfrohe“ Ernährung während des Behandlungszeitraums ist. Hierbei räumte sie mit den gängigen Vorurteilen auf, dass der Konsum von Genussmitteln wie Alkohol den Verlauf einer Chemotherapie negativ beeinflusse. „Alles in Maßen, dann passt´s“, so lautete das prägnante Resümee der Ernährungsspezialistin.

Welche Möglichkeiten der Krankheitsbewältigung sich Frauen mit Brustkrebs bieten, machten die Recklinghausener Psychoonkologin Hildegard Hospital und die zertifizierte Simonton-Beraterin Ulrike Klink deutlich. Gerade die Simonton-Methode hat sich im Laufe der Jahre zu einem etablierten Gesundheitstraining bei Krebserkrankungen entwickelt.

Neben den Vorträgen gab es ein rundes Programm mit zahlreichen Ausstellern und Dienstleistern, Selbsthilfegruppen, Modenschauen und Filmvorführungen. Die Besucher zeigten sich begeistert. Bei der abschließenden Podiumsdiskussion erntete das Team des Brustzentrums Kreis Recklinghausen dankbare Worte für seine Arbeit. „Mit dem Senologietag wollen wir aktiv auf die verschiedenen Möglichkeiten der Brustkrebsvorsorge und -therapie aufmerksam machen. Hierfür suchen wir den direkten Dialog mit den Menschen. Auch im nächsten Jahr wird es wieder einen solchen Informationstag geben“, so Dr. Josef Herbst, Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe im Klinikum Vest, Paracelsus-Klinik Marl und Vorstandsmitglied des Brustzentrums.